Spiegel der Welt

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Tranceinduktion:

Da wir uns hier in einem geschützten therapeutischen Rahmen befinden, erlaube ich mir, in der Anrede das „Du“ zu verwenden. Für diese Form der Meditation solltest Du Dir einen Ruheraum schaffen, in dem Du sitzend oder liegend in ein Grundvertrauen eintauchen, die Last des Tages abwerfen und unsere gemeinsame musikalisch therapeutische Reise planen kannst. Wir werden gemeinsam in eine abgelegene Welt eintauchen und damit eine gesunde Distanz zur oft belastenden Realität schaffen. Vertraue dabei auf Deine gottgegebene Antriebskraft, auf den vom Schöpfer bereitgestellten freien Willen, der Dich durch dieses Leben mit all seinen Fügungen und Wendungen bereits getragen hat, der Dir somit auch ausdrücklich erlaubt, Dir diese kreative Reise, diese therapeutisch gestützte Auszeit zu gönnen. Lasse inspirierende Eindrücke auf Dich einwirken ohne jeglichen Kampf, ohne Kontrollzwang, dahingehend, Entscheidungen sowie „Falsch und Richtig“ gegeneinander abwägen zu müssen. Vertraue einfach auf Deine eigenen Kraftimpulse, auf Deine Intuitionen. Sie werden Dir Leichtigkeit verschaffen, werden Dich schweben lassen, werden Seele und Geist in harmonischen Einklang bringen.

Verlagere nun kurz Deine Aufmerksamkeit auf Deine Atemfrequenz. Nimm einen tiefen Atemzug, halte den Atem, die Muskelspannung Deines Brustkorbes kurz an und lasse dann mit dem Ausatmen alle Lasten des Tages von Dir abfallen, lasse Deinen Körper mit jedem Ausatmen mehr und mehr in einen Ruhezustand hineingleiten. Wiederhole diese Übung mehrmals, verstärke damit mehr und mehr einen inneren Ruhezustand, ein harmonisches Fließgleichgewicht Deiner Gefühle und Gedanken. Alles gleicht sich ab, insbesondere verspannte Muskelpartien vermögen ihren Tonus schrittweise herunter zu fahren. Mit jedem Atemzug strömt eine gottgeschenkte Leichtigkeit in Deinen Körper, mit jedem Ausatmen fallen Spannungen von Dir ab, breitet sich ein beruhigender und wohltuender Trancezustand in Dir aus, obgleich Dein Verstand, Dein menschlicher Geist dabei aktiv und geordnet verbleiben. Bevor wir auf die Reise gehen, erlaube Dir, Dich in einem wohltuenden Fluss der Gedanken und Gefühle sanft treiben zu lassen. immer mit dem Grundvertrauen, dass diese Reise Dich wieder wohlbehalten an den Ort zurückführt, wo wir heute gemeinsam gestartet sind. Nun lade ich Dich ein, die heutige Reise in die Welt der Seelen zu beginnen.

Therapeutische Metapher/Geschichte:

Als langjährig praktizierender Hypnotherapeut im klinischen Kontext, aber auch in freier Praxis habe ich viele Menschen emphatisch auf ihren Problemreisen begleitet, ihnen auch in Form therapeutischer Metaphern und Geschichten alternative Lösungswege für ihre Lebensbewältigung eröffnet. Gleichsam habe ich mit ihnen den Ursprung ihrer einzigartigen Seelenidentität bearbeitet, Ihnen damit verdeutlicht, dass sie sich als Seele in diesem Gastkörper mit vordefinierten Planungsentwürfen und Zielverschreibungen auf eine erneute Erdenreise begeben haben, um neue Lernerfahrungen zu machen, um die eigene Seelenreifung voran zu treiben.

Wählen wir zum besseren Verständnis unserer Realität eine hypnotherapeutische Einführungsmetapher aus dem Tierreich. Ein Löwenkind ist dem Trauma ausgesetzt, von seiner Mutter verstoßen, letztlich aus dem Schutzraum seiner Familie ausgeschlossen zu werden. Es beginnt ein gnadenloser Überlebenskampf, indem sich das Löwenkind ohne jegliche Lebensreife alleine den Gefahren dieser Welt aussetzen muss. Erschöpft und durstig gelangt der junge Löwe schließlich in eine Wüstengegend und findet dort in wundersamer Wendung eine einsam gelegene Quelle mit frischem Wasser. Erleichtert beugt sich das Löwenkind herunter, um das wertvolle Nass zu trinken. Der junge Löwe schreckt im letzten Moment zurück, weil er auf der Wasseroberfläche sein Spiegelbild erblickt, das er aber aufgrund seiner Unreife als potentiellen Feind deutet, der diese Wasserquelle für sich beanspruchen will. Mehrere Versuche der Abschreckung scheitern, bis das Löwenkind entkräftet und verzweifelt die Entscheidung trifft, sich dem Kampf zu stellen, andernfalls ihm der Tod durch Verdursten droht. Ein erster vorsichtiger Schlag mit der Tatze auf die Wasseroberfläche scheint den vermeintlichen Feind sofort einzuschüchtern und zum Rückzug zu zwingen. Der junge Löwe kann endlich das lebensrettende Wasser trinken und fällt anschließend in einen erholsamen Schlaf. Nachdem das Löwenkind an diesem Wasserloch noch einige „Kämpfe“ mit dem Spiegel der Welt zu bestehen hatte, so zog es dennoch mit einem gestärkten Bild von sich selbst weiter in die Welt hinaus und hatte somit einen elementaren Reifungssprung für seine weitere Lebenbewältigung gemacht.

Was will uns diese Metapher sagen? Gott der Schöpfer hat uns diese Lebenswelt bereitet in Form eines Bildschirms, der all unsere Träume, Gedanken und Gefühle, all unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit spiegelt – und dies in holographischer, also 3-dimensionaler Abbildung. Daraus folgert, dass jeder Mensch eine ganz individuelle Sicht der Realität ausreift, also ein ganz persönliches Weltbild in sich trägt. In wundersamer Weise passt sich dabei dieser Bildschirm der individuellen Wahrnehmung eines jeden Menschen an, stellt diesem Menschen somit die Möglichkeit bereit, die Welt nach eigenen Wünschen zu formen. Wie aber kann ihm dies gelingen?

Erlebnisberichte von Seelen – gewonnen in hypnotherapeutischen Rückführungssitzungen – lassen darauf schließen, dass der göttliche Bildschirm auch eine rückseitige, für uns Menschen verborgene Filmleinwand enthält. Dort sind in unendlicher Anzahl wie in einer riesigen Bibliothek alle Drehbücher des Lebens eines jeden Menschen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gespeichert, denn in der geistigen Welt dort oben, in unserem wahren Zuhause haben irdische Zeitbegriffe keine Bedeutung. In nächtlichen Träumen etwa vermag unsere Seele in diesen magischen, überbewußten Raum zu fliegen, sich dort lösungsorientiert Anregungen aus der reichen Erfahrungswelt unserer Vorleben zu holen, die sie uns dann zur Problembearbeitung anbieten kann.

Wenn sich unser bewußter menschlicher Verstand und unser unbewußter Seelengeist, der unseren Körper für dieses Leben bewohnt, in harmonischem Einklang befinden, also ein Arbeitsbündnis einzugehen vermögen, dann kann sich als magische Kraft, als Einheit eine gedankliche Energie freisetzen, die sogar in der Lage ist, diesen hinteren magischen Bildschirm unserer geistigen Welt dort oben zu erreichen, dort einzelne Inhalte abzugreifen und auch zur materiellen Wirklichkeit für unser Leben werden zu lassen. Der Mensch erreicht dann eine höhere Bewußtseinsstufe und vermag mit diesem Werkzeug die Realität nach seinen Wünschen zu formen, allerdings nur in einem schrittweisen Annäherungs- und Anpassungsprozess, der Geduld und Lernbereitschaft erfordert.

Wenn der Mensch sich aber alleinig im übertragenen Sinne auf den Frontbildschirm, also auf unsere materielle Wirklichkeit als Spiegel der Welt reduziert und versucht, auf diese korrigierend Einfluss zu nehmen, dann läuft der Mensch schnell Gefahr, sich Fremdsteuerungseinflüssen sowie gesellschaftlichen Normen und Wertevorgaben zu unterwerfen – etwa Konkurrenzdruck, Macht- und Geldgier sowie übersteigertes Leistungsstreben und eine mangelnde Form der Mitmenschlichkeit. Der Mensch steigert sich dann mehr und mehr hinein in eine reduzierte und somit verzerrte Lösungssicht, die ihn letztlich unglücklich machen, zumeist auch überfordern wird, denn nur selten pflegen die Menschen weltweit in angemessener Form ein Gemeinwohl.

Erst wenn der Mensch durch den Einklang von Seele und menschlichem Geist eine höhere Bewußtseinsstufe und somit auch – mit Eindrücken aus der geistigen Welt – die Rückseite des göttlichen Weltenbildschirms erreicht, dann eröffnen sich wahrhaftige Lösungsansätze im Überfluss. Allerdings muss sich ein Mensch auf dieser höheren Wertestufe in Geduld üben. Vergleichen wir in der täglichen Lebensbewältigung die menschliche Gedankendynamik mit einem Schachspiel, dann können im Arbeitsbündnis mit unserer Seele wohl Lösungsvarianten durchgespielt, nicht aber direkt abgerufen und in materielle Wirklichkeit übergeführt werden. Vermag der Mensch aber über eine längere Zeitachse seine gedanklichen Energieimpulse zielgerichtet zu bündeln, dann kann er sich sicher sein, dass seine persönliche Wahrnehmung der Realität schrittweise bereichert wird durch seine selbst vollzogenen neuen Weichenstellungen, die dann auch zur materiellen Wirklichkeit werden können.

Von entscheidender Bedeutung word dabei für jeden Menschen sein, dass er beseelt ist von der Gewißheit, dass dieses Leben noch positive Wendungen für ihn bereit hält. Nur diese – von Hoffnung getragene – Perspektivensicht vermag Gefahrenmomente negativer Vorerwartungen zu zerstreuen und eine positive Bewertung persönlicher Schicksalsfügungen zu stärken. Nur dann kann sich auf der Frontseite unseres Weltenbildschirms ein für uns versöhnliches und selbstwertgetragenes Spiegelbild auf Dauer festigen und letztlich auch materialisieren, also in unserer menschlichen Wahrnehmung zur Realität werden.

Trance-Ausklang:Spiegel der Welt - Copyright Michael Höffken

Wir verlassen nun wie gewohnt die Ebene meditativer Leichtigkeit und bereiten uns vor, in unsere irdischen Lebensbezüge zurück zu kehren. Atme noch einige Male tief ein und aus und genieße, dass Dein menschlicher Geist in eine flüchtige Harmonie, in einen vorsichtigen Dialog mit Deiner überbewußten Seelenidentität kommt und dabei beginnt, in größeren übergeordneten Dimensionen zu denken. Sei Dir gewiß, dass Du mit dem Wiedereintauchen in Deine alltäglichen Lebensbezüge dennoch wichtige und wertvolle Impulse mit nimmst. Allerdings verbleiben sie oft auf unbewußter Verarbeitungsebene, scheinen sich zunächst wieder verflüchtigt zu haben. Indem Du aber häufiger der Stimme Deiner Seele lauscht, vermagst Du diese Impulse abzugreifen und in Deinen Lebenskontext aktiv zu integrieren. Appelliere an Deinen Geist, Deiner Seele mehr Mitspracherechte, mehr Führungsqualitäten zuzugestehen. Danke Deiner Seele, dass sie existent und für Dich da ist, wenn Du sie brauchst.

Unsere Reise nähert sich ihrem Ende, der Spannungsbogen schließt sich. Ich zähle langsam von 5 auf 1 hinunter. Du wirst dann körperlich erfrischt und mental inspiriert in Deiner Lebenswelt wieder ankommen. 5 – Du nimmst Abschied von Deinem heutigen Reiseziel. Aber Du bewahrst in Dir die Gewißheit, dass Du diesen Erholungspunkt, diesen Ort der Erkenntnis jederzeit wieder aufsuchen, Dich erneut inspirieren lassen kannst. 4 – Du nimmst Deinen Körper, die wundersame Vielfalt seiner Funktionen bewußter wieder wahr. 3 – Gönne Dir einige wohltuende tiefe Atemzüge, um wieder in den gewohnten Lebensrythmus zurück zu finden, Dich bewußter zu spüren. 2 – Nutze Deine gewohnten Strategien, um Deinen Körper zu strecken, somit wieder in eine gesunde Vorspannung zu bringen. 1 – Du bist in Deinem Ausgangsbahnhof, in Deinem leben wieder angekommen. Du öffnest Deine Augen, fühlst Dich ausgeruht und mental wie körperlich gestärkt.

Ich ermutige dazu, die Folgetage zu nutzen, um Filmsequenzen dieser Reise vorbeifluten und nachwirken zu lassen. Wie auch immer hast Du neue Steuerimpulse von Deiner Seele geschenkt bekommen. Diese werden – ob Du willst oder nicht – in Dein Leben einfließen, wann auch immer zum Teil Deiner Wirklichkeit, Deiner Realität werden, wenn Du nur empfänglicher dafür wirst – Näheres auf meinem YouTube Kanal